Gemeinde Neckarwestheim

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Historischer Rundgang

1122 erstmals erwähnt

Der Ort Neckarwestheim wurde erstmals am 5. März 1122 urkundlich erwähnt. Die ursprüngliche Ortsgründung weist jedoch zurück bis ins 8. Jahrhundert. Mehr zur Geschichte von Neckarwestheim. Der historische Ortsrundgang beginnt am Rathaus.

Historischer Ortsrundgang
Historischer Ortsrundgang
Übersichtsplan
Übersichtsplan

Nachfolgend finden Sie zu den einzelnen Stationen des historischen Ortsrundgang viel interessantes und wissenswertes. Die erste Station des Ortsrundgangs ist am Wassergraben (Dorfgraben) und die letzte Station die beschrieben wird ist die Evangelische Kirche.

1. Wassergraben (Dorfgraben)

Wassergraben
Wassergraben

Trotz der hohen Lage des Ortes konnten die Kaltenwestener ihre Ortsbefestigung teilweise mit einem wasserführenden Graben sichern. Ob damals ein Weiher planmäßig erweitert wurde oder bei der Arbeit am Graben eine Wasserader angeschnitten wurde, ist nicht mehr bekannt.

Der Wassergraben sicherte die Ortsgrenze nach Nordwesten und diente als Abgrenzung des Ortskerns. Später diente er als Löschwasserreservoir. 1924 wurde der erste Teil des Wassergrabens beseitigt.

2. Backhaus

Backhaus mit Osterkrone
Backhaus mit Osterkrone

Die Backhäuser wurden zur Verbesserung der Lebensmittelversorgung im 19. Jh. errichtet. Die Berechtigung zum Backen wurde durch eine „Backfrau“ und Backzeiten (Ränge) festgelegt. Am beliebtesten war der vierte und letzte Rang, da die Öfen dann heiß waren und Feuerholz gespart werden konnte.

1837 baute die Gemeinde noch ein weiteres Backhaus (das „obere"), dieses wurde 1956 sogar repariert, weil noch 41 Hausfrauen hier ihr Brot backen wollten. 1970 brach die Gemeinde dieses Backhaus ab.

3. Schafhausbrunnen (Cetoner Platz)

Schafhausbrunnen
Schafhausbrunnen

Am heutigen Platz des Schafhausbrunnens stand das dorfeigene Schafhaus, die Schafweide und die Winterstallung für die Tiere. Das Schafhaus war eine gute Einnahmequelle für das Dorf, da die Pachteinnahmen in die Kasse des Ortes gezahlt wurden.

Außerdem diente ein Vorgänger des jetzigen Schafhausbrunnens der Wasserversorgung des Dorfes. 1907 wurde dann die erste Wasserleitung errichtet.

4. Dorfmauer

Dorfmauer
Dorfmauer

Die Errichtung der Dorfmauer geht auf die Gewährung des Marktrechtes im Jahr 1555 zurück und sollte als Grenze der Ortschaft und zum Schutz vor Dieben und Vaganten dienen. Drei Tore sicherten den Zugang zum Ort.

Die Tore wurden nachts verschlossen. Um das Übersteigen der Mauer zu erschweren, wurde vor und teilweise auch innerhalb der Mauer ein Graben eingetieft.

5. Fachwerkhaus (Handwerkerhaus)

Fachwerkhaus
Fachwerkhaus

Das Gebäude wurde in der Renaissance-Zeit im Jahre 1603 erbaut und diente bis Mitte des 19. Jh. als Wohnhaus und Werkstatt für verschiedene Handwerker. Danach wurde es zu einem Bauernhaus.

Im Jahre 1993 übernahm die Gemeinde das Gebäude und forcierte die Renovierung. Letztendlich konnten im Jahre 2000 die Arbeiten abgeschlossen werden. Das Gebäude dient heute als Geschäftshaus.

6. Altes Rathaus

Altes Rathaus
Altes Rathaus

Die ältesten Hinweise zum Bau des Rathauses stammen aus dem 16. Jh. 1751 erhielt das alte Rathaus durch einen Umbau sein heutiges Aussehen. Im alten Rathaus befand sich im unteren Geschoss ein Brunnenraum, mit dem ein Großteil der Bevölkerung mit Wasser versorgt wurde.

Im Erdgeschoss waren der Ortsarrest, Magazinräume und die Feuerspritzen untergebracht. Im Obergeschoss befand sich der Ratssaal und drei Amtsstuben.

7. Ehemaliges Schulhaus, Rathausstraße

Ansicht von der Rathausstraße
Ansicht von der Rathausstraße

Das Schulgebäude, das im Jahre 1699 erbaut wurde, diente als Unterrichtsraum für ca. 70 Schüler. Außerdem war die Wohnung des Lehrers und seiner Familie untergebracht. Nach Renovierung des ehemaligen Diakonats (Schulstraße 30) zog die Schule wieder in die dortigen Räume. Für den ab 1743 mit unterrichtenden Provisor wurde ein Unterrichtszimmer durch einen Bretterverschlag abgeteilt.

Die Zahl der Schulkinder war damals schon auf mehr als 100 angewachsen. Der Unterricht musste zwangsläufig in Schichten abgehalten werden. Bis 1757 wurde unter diesen engen Verhältnissen Schule gehalten.

8. Ehemalige Wagnerwerkstatt

Tür zur Wagnerwerkstatt
Tür zur Wagnerwerkstatt

Von der alten Werkstatt des Wagners Gustav Bäuerle zeugt nur noch das Foto welches um 1990 vor dem Umbau des Gebäudes Gemacht wurde. In der Scheuer hinter der Werkstatt lagerte der Wagner seinen Holzvorrat.

Dieses muss wohl schon lange so gehandhabt worden sein, denn über dem Rundbogen der Tür ist ein altes Zunftzeichen eines Holzhandwerkers eingelassen. Dechsel, Axt, Hammer, Keil, Winkel und Bohrer weisen jedoch eher auf einen Zimmermann hin.

9. Pfarrscheuer

Pfarrscheuer
Pfarrscheuer

Die Scheuer diente, wie der Name schon sagt, der geistlichen Verwaltung. Die Pfarrer brachten hier ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse unter. Außerdem wurde hier der „kleine Zehnt“ , den die Bewohner Neckarwestheim an den Pfarrer entrichten mussten, eingelagert.

Nach mehreren Eigentümerwechseln gehört das Gebäude heute dem Gesangverein Eintracht Neckarwestheim und dient als Vereinsheim.

10. Alte Schule, Reblandstraße

Alte Schule
Alte Schule

Nachdem die Schülerzahl über 270 Kinder anstieg, mussten die Räume in der Schulstraße 30 verlassen werden und das neue Schulgebäude in der Reblandstraße wurde 1890 eingeweiht. 1982 zog dann die Grundschule in das neue Gebäude in der Liebensteiner Straße.

2002 wurde das alte Schulgebäude aufwändig renoviert und ist heute Unterkunft der Landfrauen, des Seniorenclubs und der Volkshochschule.

11. Ehemaliges Schulhaus, Schulstraße 30

Ehemaliges Schulhaus
Ehemaliges Schulhaus

Erstes bekanntes Schulgebäude in Neckarwestheim. Bis zum Jahre 1652, dem Jahr des Einsturzes, wurde hier unterrichtet. Nach dem Umzug in die Rathausstraße 1699, folgte im Jahr 1757 die Rückkehr in das renovierte Gebäude.

Durch ständig steigende Schülerzahlen waren mehrere Erweiterungsumbauten nötig. Im Jahr 1890 folgte dann der Umzug in die Reblandstraße.

12. Evangelische Kirche

Evangelische Kirche
Evangelische Kirche

Hinweise für den Bau der Kirche gehen zurück bis ins 13. Jh. Im Jahre 1843 wurde das Kirchenschiff abgebrochen, der Neubau wurde im Jahre 1844 eingeweiht. Der alte Kirchturm blieb erhalten. Im Kirchturm hat eine Glocke aus dem Jahr 1524 die Zeit überdauert. Sie wurde von der Heilbronner Firma Bernhart Lachaman gegossen und trägt die Schulterinschrift „Osanna heiß ich . in dem Namen Jesus leit ich". Diese Inschrift weist auf ihre Entstehung in der ersten reformatorischen Zeit hin. Johann Lachaman war der Reformator Heilbronns. Diese Glocke gilt als die älteste erhaltene reformatorischen Glocke Württembergs. Eine noch ältere Glocke auf dem Turm ist undatiert. Als Zeitraum ihrer Entstehung wird das 13. Jahrhundert angenommen. Mit dieser Glocke rief der Lehrer (der gleichzeitig Mesner war) die Schüler zum Unterricht.

Weitere Informationen

Weitere Informationen (u.a. Prospektmaterial) zum historischen Ortsrundgang und der Ortsgeschichte erhalten Sie auf dem Rathaus unter Tel.: 07133 184-0.