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Kommunale Wärmeplanung Neckarwestheim im Konvoi
Die kommunale Wärmeplanung soll eine mögliche Klimaneutralität bis 2040 aufzeigen, indem der Wärmebedarf, Treibhausgasemissionen, Gebäudetypen und Versorgungsstrukturen analysiert und Potenziale für Energieeffizienz und erneuerbare Wärme skizziert werden. Neckarwestheim erstellte gemeinsam mit den Kommunen Flein, Lauffen am Neckar, Nordheim und Talheim eine interkommunale Planung, koordiniert durch die Stadt Lauffen, und beauftragte das Büro endura kommunal GmbH.
Bestands- und Potenzialanalysen wurden erarbeitet, im Fachworkshop diskutiert und daraus das Fachgutachten „Kommunale Wärmeplanung Neckarwestheim“ erstellt. Die Ergebnisse wurden im April 2026 in den Gemeinderäten vorgestellt. Am 15.07.2026 folgt eine Online-Bürgerinformationsveranstaltung. Nach Offenlage und Stellungnahmen beschließt der Gemeinderat die Wärmeplanung, deren Ziele künftig in allen relevanten Planungen berücksichtigt werden. Die Teilnahme ist direkt per QR-Code möglich.
Zugangslink: https://bit.ly/Bürgerinfo-Konvoi-Lauffen
Wem keine Online-Teilnahmemöglichkeit möglich ist oder der in Präsenz teilnehmen möchte, der kann dies im Musikpavillon in Talheim, In den Hofwiesen 15/1, tun. Hier kann die Online-Veranstaltung für Bürger ohne Internetzugang verfolgt werden. Parkplätze stehen am Rathausplatz und in der Bachstraße zur Verfügung.
1. Wärmeverbrauch nach Sektoren
Die Analyse des Wärmeverbrauchs in Neckarwestheim zeigt eine klare Verteilung zwischen den verschiedenen Sektoren. Der größte Anteil entfällt auf den Sektor privates Wohnen, der etwa 80 % des gesamten Wärmeverbrauchs ausmacht. Der Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) sowie Industrie trägt etwa 13 % zum Wärmeverbrauch bei. Öffentliche Gebäude verursachen rund 5 % des gesamten Wärmeverbrauchs.
2. Wärmeverbrauch nach Energieträgern
Die Auswertung der Daten von Energieversorgern und Schornsteinfegern zeigt, dass die Wärmeversorgung in Neckarwestheim überwiegend auf fossilen Energieträgern basiert.
- Heizöl: ca. 65 %
- Erdgas: ca. 14 %
- Strom: ca. 9 %
Kreisdiagramm: Endenergie Wärme nach Energieträgern
Die vorhandenen Wärmenetze werden derzeit überwiegend mit fossilen Energieträgern betrieben. Die vorhandenen Wärmenetze werden derzeit vollständig mit fossilen Energieträgern betrieben und enthalten wenig Anteil erneuerbarer Energie.
3. Baualtersklassen der Gebäude
Die Analyse des Gebäudealters zeigt, dass ein Großteil der Gebäude in Lauffen vor 1979 gebaut wurde. Insgesamt wurden etwa 46 % der Gebäude vor der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet. Da Gebäude aus dieser Zeit häufig über eine geringe Wärmedämmung verfügen, besteht ein hohes Potenzial zur Verbesserung der Energieeffizienz durch energetische Sanierungen.
4. Alter der Heizungsanlagen
Die Daten der Schornsteinfeger zeigen, dass das durchschnittliche Alter der Heizungsanlagen in Neckarwestheim etwa 19 Jahre beträgt.
- Rund 50 % der Heizkessel sind 20 Jahre oder älter.
- Viele dieser Anlagen müssen in den kommenden Jahren ersetzt werden.
Nach Empfehlungen gilt eine fossile Heizungsanlage ab 15 bis 20 Jahren als modernisierungsbedürftig. Anlagen dieses Alters entsprechen häufig nicht mehr dem aktuellen technischen Stand.
5. Treibhausgasemissionen
Für das Referenzjahr 2023 wurden für Neckarwestheim 9.849 Tonnen CO₂-Emissionen aus der Wärmeerzeugung berechnet. Die Emissionen verteilen sich entsprechend der Wärmenutzung auf die verschiedenen Sektoren.
6. Einsparpotenziale durch Gebäudesanierung
Die energetische Sanierung des Gebäudebestands bietet erhebliche Einsparpotenziale. In einer Simulation wurde angenommen, dass alle Wohngebäude umfassend saniert und mit modernen Heizsystemen ausgestattet werden.
Das maximale Einsparpotenzial beträgt:
- 54 % Reduktion des Wärmebedarfs entspricht etwa 13 GWh pro Jahr
Dies zeigt, dass die Sanierung bestehender Gebäude eine zentrale Maßnahme zur Reduktion des Energieverbrauchs darstellt.









